Landimmo24 Wald Forst verkaufen kaufen Immobilienmakler
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Weitere nützliche Informationen und Tipps zum Kauf oder Verkauf von Wald und Forst:

 

Wie jeder Immobilienkauf will auch der Kauf von Wald gut überlegt sein. 

 

 

Wald kaufen als finanzielle Anlage

 

Auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage stolpert so mancher über das Thema Wald. Es lohnt sich allerdings, verschiedene Anlagemodelle auf die eigenen Bedürf-nisse hin zu prüfen. Und auch bei der Entscheidung für den Wald die beiden wichtig-sten Eigenschaften finanzieller Anlagen zu überdenken: den Gewinn und das Risiko.

 

Der finanzielle Gewinn

 

Wird ein Wald regelmäßig gepflegt und bewirtschaftet, lassen sich Einnahmen und Gewinne erwirtschaften. Verglichen mit anderen Anlageoptionen, zum Beispiel Aktien, fallen die Gewinne im Wald langfristig betrachtet meist eher gering aus. Wer nach einer möglichst hohen Rendite sucht, sollte sich deshalb nach anderen Investitionsmöglichkeiten umsehen.

 

Das Risiko des Waldes als Anlage

 

Jede Geldanlage birgt ein gewisses Risiko. Bei Anlagen, die besonders große Gewinne versprechen, ist auch das Risiko meistens höher. Die Investition in Wald dagegen birgt ein relativ geringes Risiko.

 

So können bei Sturm zwar Bäume umstürzen, das Holz der gefallenen Bäume lässt sich aber meist trotzdem noch vermarkten. Außerdem besitzen Sie als Waldeigen-tümer natürlich nicht nur die Bäume, sondern auch den Boden, auf dem die Bäume wachsen. Der Boden bleibt auch bei katastrophalen Schäden erhalten und es entsteht nach einigen Jahrzehnten neues Holz, das man nach Bedarf nutzen kann.

 

Es gab immer wieder Zeiten, in denen die Holz- und Waldpreise eingebrochen sind. Betrachtet man aber längere Zeiträume, ist Holz ein anhaltend begehrter Rohstoff. Sind Sie nicht unmittelbar auf den Ertrag aus dem Wald angewiesen, lohnt es sich Zeiten geringer Nachfrage abzuwarten, bis der Preis wieder steigt. Wenn Sie den Wald als finanzielle Anlage betrachten, sollten Sie ihn auch mit anderen Anlagen vergleichen.

 

Die Nebenkosten des Waldeigentums

 

Mit Waldeigentum sind Nebenkosten verbunden. Dazu zählen vor allem die Grundsteuer, die Unfallversicherung und gegebenenfalls Beiträge der Boden- und Wasserverbände. Wenn Sie Ihren Wald regelmäßig pflegen beziehungsweise pflegen lassen, dann stehen diesen Ausgaben aber in der Regel bestenfalls Einnahmen gegenüber, welche die Kosten decken und darüber hinaus als Gewinn verbucht werden können.

 

Nebenkosten von Waldeigentum

 

Waldeigentum ist in Deutschland grundsätzlich mit Nebenkosten verbunden. Dazu gehören vor allem die Grundsteuer, Pflichtbeiträge der Berufsgenossenschaft sowie in einigen Fällen auch Abgaben an Wasser- und Bodenverbände. Fördermittel sollen Waldeigentümer bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung unterstützen.

 

Die wichtigsten Nebenkosten von Waldeigentum sind:

 

die Grundsteuer

die Beiträge der Berufsgenossenschaft

die Beiträge der Wasser- und Bodenverbände

 

Diese Kosten fallen immer an, unabhängig von Ihren betrieblichen Aktivitäten im Wald.

 

Durch betriebliche Aktivitäten entstehen zwar zusätzliche Kosten, bei einigen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Waldpflege, können Sie aber Einnahmen durch Holzverkauf generieren, um die Nebenkosten zu decken oder gar einen Gewinn zu erwirtschaften.

 

Grundsteuer für Wald

 

Die Grundsteuer für Ihren Wald wird errechnet durch die Multiplikation des Steue-rmessbetrages mit dem Hebesatz der jeweiligen Gemeinde. Der Steuermessbetrag wiederum ergibt sich durch Multiplikation des Einheitswertes mit der Grundsteuer-messzahl. Dabei unterscheidet man außerdem Grundsteuer A für land- und forstwirt-schaftlich genutzte Flächen und Grundsteuer B für Bauland.

 

Der Einheitswert ist abhängig von der Nutzungsart und wird in einem speziellen Feststellungsverfahren ermittelt. Die letzte Hauptfeststellung erfolgte allerdings im Jahr 1964. In den neuen Bundesländern greift man auf den sogenannten Ersatzwirtschaftswert zurück, da hier die letzte Hauptfeststellung im Jahr 1935 stattfand. Der Ersatzwirtschaftswert für Waldflächen in den neuen Bundesländern liegt einheitlich bei 63,91€ pro Hektar, während der Einheitswert in den alten Bundesländern variiert.

 

Die Grundsteuermesszahl ist ebenfalls abhängig von der Nutzung der Fläche, sowie von der Art der Bebauung und davon, ob das Grundstück in den neuen oder alten Bundesländern liegt. Für forstwirtschaftliche Betriebe gelten einheitlich 0,6%.

 

Der Hebesatz ist ein Instrument, mit dem Gemeinden die Höhe der anfallenden Gemeindesteuern beeinflussen können. Bei der Grundsteuer A, also der Grundsteuer für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, liegt der Hebesatz in den meisten Gemeinden zwischen 200% und 400%.

 

Die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen fällt im Vergleich zu der für Bauland gering aus. Die Belastung beträgt meist nur wenige Euro pro Hektar und Jahr.

 

Ein Beispiel:

Angenommen Sie sind Eigentümer eines Hektars Wald in den neuen Bundesländern, in einer Gemeinde mit einem Hebesatz für die Grundsteuer A von 400%. Multipliziert man den Ersatzwirtschaftswert von 63,91 € mit der Grundsteuermesszahl von 0,6% ergibt sich der Steuermessbetrag von 0,3835 €. Multipliziert man diesen wiederum mit dem Hebesatz von 400% erhält man eine Grundsteuer von 1,53 €. Als Waldei-gentümer können Sie mit verschiedenen Kosten konfrontiert werden.

 

Nebenkosten für Waldeigentümer

 

Als Waldeigentümer können Sie mit verschiedenen Kosten konfrontiert werden.

Berufsgenossenschaftsbeiträge für Waldeigentümer

 

Jeder Waldeigentümer ist automatisch Mitglied in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Bei den regelmäßigen Kosten, die hier anfallen, handelt es sich um eine betriebliche Unfallversicherung. Sie ist für alle Forstbetriebe vorgeschrieben, um zu verhindern, dass Forstarbeiten unversichert stattfinden. Schließlich können bei forstwirtschaftlichen Arbeiten schwere Unfälle entstehen. Eigentümer von Flächen unter 0,25 Hektar können sich auf Antrag von diesem Beitrag befreien lassen.

 

Die Beiträge werden ermittelt nach dem “Prinzip der nachträglichen Bedarfsdeck-ung”. Das heißt, dass die Aufwendungen jeden Jahres jeweils in die Beitragsbe-rechnung des Folgejahres einbezogen werden. Der Beitrag setzt sich dabei jeweils aus einem Grundbetrag und einem risikoorientierten Beitrag zusammen. Beide sind abhängig von der Flächengröße. Während der Grundbeitrag etwa zwischen 60 € und 350 € beträgt, lag der risikoorientierte Beitrag in den letzten Jahren für Forstbetriebe bei rund 20 € pro Hektar und Jahr. Der resultierende Betrag wird dann mit Bundes-mitteln bezuschusst.

 

Für einen Eigentümer von einem Hektar Wald würde sich ein Jahresbeitrag in der Größenordnung von rund 60 € bis 70 € ergeben, bei zehn Hektar um die 210 €. Auf den Hektar bezogen ist dieser Beitrag bei kleineren Waldflächen deutlich höher, weil der Mindestgrundbeitrag von rund 60 € bis 70 € rechnerisch in den letzten Jahren erst bei Flächen über 100 Hektar erreicht wird und alle kleineren Flächen auf den Mindestgrundbeitrag angehoben werden.

 

Grob zusammengefasst: Bei kleinen Flächen von einem Hektar liegt der Jahresbei-trag bei rund 60 €, bei Flächen bis 20 Hektar sinkt er auf rund 20 € pro Hektar und Jahr. Aufgrund des zuvor erwähnten Prinzips der nachträglichen Bedarfsdeckung können die Ausgangsgrößen von Jahr zu Jahr schwanken und auch die Bundeszu-schüsse sind nicht fix. Deshalb sind die hier genannten Beispiele nur als grobe Orientierungshilfe zu verstehen.

 

Beiträge für Wasser- und Bodenverbände

 

Die Aufgaben der Wasser- und Bodenverbände umfassen in erster Linie die Instand-haltung von nicht mit Schiffen befahrbaren Gewässern, Deichen, Pumpwerken und anderen wasserwirtschaftlich bedeutenden Einrichtungen. Die Mitglieder dieser Verbände sind in der Regel Nutznießer der Gewässerinstandhaltung, also insbeson-dere Landwirte und Eigentümer von Bauland. In einigen Bundesländern sind aber auch die Gemeinden Mitglieder in Wasser- und Bodenverbänden, die die Beitragsfor-derungen wiederum an ihre Grundeigentümer weitergeben. Dies führt zu Kosten für Waldeigentümer, obwohl der Wald eigentlich der Regulierung des Wasserhaushalts dient und beispielsweise Entwässerungsmaßnahmen und die Grundwasserab-senkungen der Leistungsfähigkeit von Wäldern potentiell eher schaden als nützen.

 

Die Beiträge schwanken stark und sind abhängig davon, welche Art von Gewässern im Wirkungsbereich des jeweiligen Verbandes existieren und ob in diesem Wirkungsbereich Deiche oder Pumpstationen nötig sind. So sind Wasser- und Bodenverbände natürlich deutlich wichtiger entlang großer Flüsse wie Elbe, Oder oder Donau, wo komplexe Poldersysteme betrieben werden. Auch in anderen Feuchtgebieten und ehemaligen Moorlandschaften kann die Entwässerung über Gräben und Pumpstationen die Kosten der Wasserwirtschaft in die Höhe treiben. Auch die Beiträge der Wasser- und Bodenverbände können in einen Mindest- beziehungsweise Grundbetrag und einen flächenbezogenen Beitrag unterteilt sein.

 

Pflichten und Haftungsfragen

 

Als Waldeigentümer haben Sie gewisse Pflichten. Versäumen Sie ihnen nachzukommen, können Sie gegebenenfalls für Schäden haftbar gemacht werden.

 

Die Verkehrssicherungspflicht spielt für Waldeigentümer eine besondere Rolle. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht muss jeder, der für eine Gefahr verantwort-lich ist, alle notwendigen und zumutbaren Maßnahmen treffen, um Schäden anderer zu vermeiden. Kommt jemand in Ihrem Wald zu Schaden, können eventuell Schadensersatzansprüche folgen. Sie sind als Waldeigentümer zwar nicht für waldtypische Gefahren, wie fallende Äste oder unebenen Boden verantwortlich, besonders entlang öffentlicher Straßen und Wege müssen Sie aber nachweisen, dass Sie regelmäßig Baumkontrollen und die nötigen Baumpflegemaßnahmen durchführen lassen, um vermeidbare Risiken abzuwenden. Sie sollten diesen Aspekt grundsätzlich bedenken, besonders aber dann, wenn Ihr Wald an eine öffentliche Straße grenzt. 

 

Setzen Sie sich vor dem Waldkauf auch mit den Pflichten und Haftungsfragen auseinander.

 

Außerdem besteht im Zusammenhang mit jedem Eigentum eine gewisse Sorgfaltspflicht. Beobachten Sie beispielsweise das Auftreten von Schädlingen in Ihrem Wald und versäumen es gegenzusteuern und eine Massenvermehrung zu verhindern, könnte für Schäden an angrenzenden Waldstücken Schadenersatz geltend gemacht werden.

 

Ein Großteil der Pflichten und Haftungsfragen lässt sich durch eine sachgemäße Waldpflege abdecken. Auch Betreuungslösungen wie zum Beispiel Waldpflege-verträge können eine sachgemäße Waldpflege gewährleisten. Sollten Sie nicht bereit sein, grundlegenden Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit Ihrem Eigentum nachzugehen, sollten Sie lieber nicht in Wald investieren – auch dem Wald und benachbarten Waldeigentümern zuliebe.

 

Rechte und Pflichten von Waldeigentümern

 

Waldeigentum bietet großartige Chancen – verpflichtet jedoch auch. Informieren Sie sich deshalb in diesem Artikel über Ihre Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit Ihrem eigenen Wald.Waldeigentümer sollten sich ihrer Rechte und Pflichten bewusst sein. Schnell zu den Rechten und Pflichten, die Sie interessieren:

 

Das Nutzungsrecht und seine Einschränkungen

Das allgemeine Betretungsrecht im Wald

Die Verkehrssicherungspflicht im Wald

 

Als Waldeigentümer sollten Sie die wichtigsten Gesetze im Zusammenhang mit Ihrem Wald kennen. Zum einen ist das Bundeswaldgesetz (BWaldG) für Sie relevant und zum anderen sollten Sie sich mit den spezifischen Landesgesetzen (LWaldG) befassen.

 

Dabei gibt das BWaldG den rechtlichen Rahmen vor, welcher in vielen Bereichen von den LWaldG im Detail ausgefüllt wird. Natürlich müssen Sie nicht alle  Waldge-setze im Detail kennen, bestimmte grundlegende Aspekt sollten Ihnen aber ein Begriff sein. Auch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und die entspre-chenden Landesnaturschutzgesetze enthalten Regelungen, die für Sie relevant sein können.

 

Laut §1 hat das BWaldG den Zweck, den Wald aufgrund seiner bedeutenden Funktionen zu erhalten, wo erforderlich zu mehren, seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern, die Forstwirtschaft zu fördern und einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldeigentümer herbeizuführen.

 

Unter anderem aus diesem Gesetzeszweck ergeben sich für Waldeigentümer sowohl Rechte und Pflichten als auch Verbote.

 

Das Nutzungsrecht und seine Einschränkungen

 

Sie als Waldeigentümer haben das Recht, Ihr Eigentum zu nutzen. Bei der Bewirtschaftung von Wäldern müssen Sie aber laut §11 BWaldG ordnungsgemäß und nachhaltig agieren. Die genaue Definition von “ordnungsgemäß” und “nachhal-tig” lässt der Paragraph offen und liefert stattdessen einige  Einschränkungen für die Nutzung. Insbesondere ist es nicht erlaubt, den Wald zu roden oder in eine andere Landnutzungsform umzuwandeln, sofern keine Genehmigung der zuständigen Landesbehörde vorliegt. Kahl geschlagene oder teilweise abgestorbene Waldflächen sind außerdem aufzuforsten, wenn nicht von alleine wieder junge Bäume nach-wachsen.

 

In den Landesgesetzen werden Details und weitere Verbote aufgestellt, die in den meisten Fällen für Sie als Waldeigentümer und die Allgemeinheit gleichermaßen gelten. So sind unter anderem die Verschmutzung von Wäldern und in der Regel auch offene Feuer und Kahlschläge ab einer bestimmten Größe verboten. Dabei sind die Landeswaldgesetze in vielen Punkten ähnlich, können sich aber im Detail unterscheiden.

 

Achten Sie auf die Details in den jeweiligen Landeswaldgesetzen.

 

Das allgemeine Betretungsrecht im Wald

 

Es gibt gewisse Rechte, die alle Menschen im Wald genießen und die Ihren Aktionsspielraum als Waldeigentümer deshalb einschränken können. Insbesondere darf jeder Ihren Wald zum Zweck der Erholung betreten. Dabei hat sich jedoch jeder Besucher so zu verhalten, dass der Wald so wenig wie möglich beeinträchtigt und seine Bewirtschaftung nicht behindert wird. Außerdem darf der Wald nicht gefährdet, geschädigt, verschmutzt, dürfen andere Waldbesucher nicht gestört werden.

 

Je nach Bundesland kann dieses Betretungsrecht auf bestimmte Wege oder gewisse Tageszeiten beschränkt sein. Auch das Betreten abgesperrter Waldgebiete ist meist verboten. Für die Sperrung von Waldflächen bedarf es in der Regel einer Genehmi-gung durch eine Forstbehörde. Daher ist es auch nicht gestattet, anderen Menschen ohne guten Grund den Zutritt zum Wald zu verweigern.

 

Zu diesem Betretungsrecht zählen außerhalb von Naturschutzgebieten auch das Sammeln geringer Mengen von Beeren, Kräutern und Pilzen für die eigene Nutzung. Wer im Wald jedoch ohne ausdrückliche Genehmigung durch die untere Naturschutzbehörde Naturprodukte in großen Mengen sammelt, zum Beispiel zu kommerziellen Zwecken, riskiert ein Bußgeld.

 

Die Verkehrssicherungspflicht im Wald

 

Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht muss jeder, der für eine Gefahr verantwortlich ist, alle notwendigen und zumutbaren Maßnahmen treffen, um Schäden anderer möglichst zu vermeiden. Von einem Wald können durchaus Gefahren ausgehen und Sie können als Eigentümer in manchen Fällen auch für eventuell entstehende Schäden verantwortlich gemacht werden.

 

Wie bereits erwähnt ist es allgemein erlaubt, den Wald zum Zweck der Erholung zu betreten – jedoch grundsätzlich auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren. Das heißt, dass Waldeigentümer in den meisten Fällen nicht für Schäden durch umstürzende Bäume, herabfallende Äste oder den Zustand von Wirtschaftswegen in ihrem Wald haftbar gemacht werden können. Hier spielen aber verschiedene Rechtsnormen eine Rolle und Rechtsstreitigkeiten hängen entscheidend von Einzelfallentscheidungen ab. Diese Einzelfallentscheidungen basieren unter anderem auf den  folgenden Faktoren:

 

Wurde der Schaden durch eine waldtypische Gefahr ausgelöst?

Bestehen Einrichtungen, die dem Waldbesucher eine gewisse Sicherheit suggerieren (wie zum Beispiel gut ausgebaute und beschilderte Wanderwege oder Schutzhütten)?

Hätte der Schaden durch dem Waldeigentümer zumutbare Maßnahmen verhindert werden können?

Besonderer Sorgfalt bedarf es bei Waldbeständen, die an öffentliche Straßen und Wege grenzen. Hier sind regelmäßige Baumkontrollen und bei Bedarf Baumpflegemaßnahmen nötig, um Schadensersatzansprüche auszuschließen.

 

Entfernung und Lage des Waldes

 

Möchten Sie Wald kaufen um Brennholz zu schlagen, ergibt es Sinn, wenn sich dieser in Ihrer Nähe befindet. Dann können Sie auch nach einem Sturm einfach und schnell überprüfen, ob Bäume umgefallen sind oder ob ein Zaun beschädigt ist, der frisch gepflanzte Bäumchen schützen soll.

 

Ihr Wald muss außerdem über Straßen erreichbar sein, wenn er mit technischen Mitteln gepflegt und bewirtschaftet werden soll. In diesem Zusammenhang spielt auch die Existenz und der Zustand vorhandener Waldwege eine Rolle.

 

 

 

 

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