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| 18.07.2026

Agri-Photovoltaik 2026: Die doppelte Ernte vom Acker

Agri-Photovoltaik 2026: Die doppelte Ernte vom Acker

Muss man sich zwischen Acker und Solarstrom wirklich entscheiden? Die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) verspricht einen Mittelweg: Sie kombiniert die landwirtschaftliche Nutzung und die Stromerzeugung auf ein und derselben Fläche. Damit wird sie 2026 zu einer immer interessanteren Option für Eigentümer, die nicht ihren kompletten Acker für Jahrzehnte aus der Bewirtschaftung nehmen wollen.

Was Agri-PV von klassischer Freiflächen-PV unterscheidet

Bei klassischen Freiflächen-Solarparks verschwindet die landwirtschaftliche Nutzung weitgehend. Agri-PV-Anlagen werden dagegen so konstruiert – etwa hoch aufgeständert oder mit größeren Reihenabständen – dass darunter oder dazwischen weiter angebaut oder Vieh gehalten werden kann. So lässt sich der Flächenkonflikt zwischen Energieerzeugung und Nahrungsmittelproduktion entschärfen, den der zügige Solarausbau ausgelöst hat.

Pacht: geringer als reine PV, aber zusätzlich zum Ertrag

Wirtschaftlich gilt es, realistisch zu bleiben. Weil Agri-PV pro Hektar weniger Strom erzeugt als eine vollflächige Anlage, fallen die Pachtzahlungen niedriger aus – sie betragen oft etwa die Hälfte der Pacht einer herkömmlichen PV-Freiflächenanlage [1]. Der entscheidende Unterschied: Bei Agri-PV bleibt der landwirtschaftliche Ertrag zu großen Teilen erhalten. Die Pacht kommt also zusätzlich zur fortgeführten Bewirtschaftung – daher der Begriff der „doppelten Ernte“.

Welche Flächen sich eignen

Wie bei jeder Solarnutzung zählen Erschließung, Netzanschluss und Genehmigungsfähigkeit. Besonders gefragt sind gut erreichbare Flächen in der Nähe eines Umspannwerks sowie privilegierte Standorte entlang von Autobahnen und Bahntrassen, die durch das EEG gefördert werden [2]. Anders als beim reinen Solarpark muss bei Agri-PV jedoch auch die landwirtschaftliche Eignung der Fläche mitgedacht werden, da die Bewirtschaftung fortbestehen soll.

Worauf Eigentümer achten sollten

Auch bei Agri-PV gelten lange Vertragslaufzeiten von 20 bis 30 Jahren. Entscheidend sind daher klare Regelungen zur Bewirtschaftung, zur Aufteilung der Erträge, zum Rückbau und zum Erhalt des Flächenstatus. Da die Konfiguration der Anlage maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit entscheidet, lohnt sich vor jeder Unterschrift eine neutrale Bewertung der Fläche und der angebotenen Konditionen.

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Quellen

  1. Deutsche Pachtpreise: „Ackerland für Photovoltaik verpachten – Pachtpreis, Laufzeit, Voraussetzungen (Agri-PV)“ – pachtpreise.de
  2. Logic Energy: „Fläche für Solarpark verpachten 2026 – Pacht & Vertrag (EEG, Agri-PV)“ – logicenergy.de

Stand: Juni 2026. Pachtangaben sind Marktindikationen und projektabhängig.